Danke an alle Wähler und Unterstützer! Big-Partei
25 Sep

Danke an alle Wähler und Unterstützer!

Liebe BIG Wähler und Unterstützer,

 

zunächst möchte ich Ihnen für Ihre wertvollen Stimmen und Ihre Unterstützung sowie für Ihr Vertrauen, das Sie uns entgegengebracht haben im Namen der BIG Partei herzlich danken: Danke – Teşekkürler – Grazie – спасибо σας – Dziękuję – ευχαριστώ – Gracias – Sipas – شُكْراً

 

Sie sind die wirklichen Wahlgewinner dieser Bundestagswahlen, denn

 

  • Sie haben mit Ihrer Stimme ganz klar zum Ausdruck gebracht für welche Politik und für welche Werte Sie stehen,
  • Sie haben mit uns Geschichte geschrieben, weil wir die erste mehrheitlich von Migranten (z. Zt. 25 verschiedene ethnische Herkünfte) gegründete Partei in Deutschland sind, die zu den Bundestagswahlen zugelassen wurde. Denn die Anerkennung der BIG als Bundespartei ist ein großer Schritt zu einem interkulturell geöffneten Deutschland,
  • Sie haben ein Zeichen gesetzt, dass die etablierten Parteien künftig aufrichtige Politik betreiben müssen, wenn sie ihre Stimmen nicht verlieren wollen. Denn durch BIG und die davon ausgehende politische Einbeziehung der kulturellen Vielfalt werden bislang unterrepräsentierte Bürger und Minderheiten in der deutschen Politik künftig verstärkt wahrgenommen und inhaltlich nachhaltiger vertreten. BIG fördert Partizipation und Mitsprache und trägt auf diese Weise zur Stärkung des friedlichen Miteinanders und dem Ausbau Deutschlands als attraktives und zukunftsfähiges Einwanderungsland bei.

 

Wir können zufrieden sein, dass wir es geschafft haben, 18.000 Bürgern in Deutschland, die wir erreichen konnten, eine Möglichkeit geboten zu haben, Werte zu wählen statt leerer Worte.

 

Wie bei allen bisherigen Wahlen, waren in der öffentlichen Debatte der etablierten Parteien Einwanderung und Integration kaum existent. Leider ist die Bedeutung dieser wichtigen Themen für Wahlen bei ihnen noch nicht angekommen. Obwohl nicht zu verkennen ist, dass ein Großteil von Deutschen mit Einwanderungshintergrund häufiger mit Herausforderungen wie Arbeitslosigkeit, schlecht bezahlten Jobs, ungleichen Bildungschancen für Kinder und Jugendliche oder Armut konfrontiert ist als die Gesamtbevölkerung. Laut Bundesagentur für Arbeit beträgt ihr Anteil an den Arbeitslosen 35 Prozent, unter den Hartz-IV-Empfängern sind es sogar etwa 42 Prozent. Nach den Ergebnissen des aktuellen Mikrozensus haben 14,1 Prozent der Personen mit Einwanderungshintergrund keinen allgemeinen Schulabschluss und 40,6 Prozent keinen berufsqualifizierenden Abschluss. Zudem sind 30 Prozent aller Kinder mit Migrationshintergrund armutsgefährdet.

 

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes berichtet, dass die Diskriminierung der Deutschen mit Migrationshintergrund weit verbreitet ist. Sie umfasst Schulen, Hochschulen, Kindergärten und den Arbeitsmarkt. Neben dem alltäglichen Rassismus ist der strukturelle Rassismus in Deutschland auf dem Vormarsch. Die rassistisch motivierten NSU-Morde und das Versagen der Sicherheitsbehörden sind ein Beleg dafür, wie weit er fortgestritten ist. Diesen institutionellen Rassismus erfahren viele Bürger wesentlich durch Ausgrenzung, Benachteiligung oder Herabsetzung in gesellschaftlich relevanten Einrichtungen, wie beispielsweise bei der politischen Beteiligung (Ungleichbehandlung beim Staatsbürgerschaftsrecht und Wahlrecht, fehlende Repräsentanz in politischen und öffentlichen Einrichtungen), im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt, auf dem Wohnungsmarkt, auf Ämtern usw.

 

Daher ist es nachvollziehbar, dass viele Bürger mit Einwanderungsgeschichte an Parteien interessiert sind, die eine gerechte Sozialpolitik versprechen und ihr Versprechen auch halten. Festzustellen ist jedoch, dass die etablierten Parteien, die bisher Regierungsverantwortung hatten, hier kläglich versagt haben.

 

Im Vorfeld dieser Wahlen haben viele Einwandererorganisationen verstärkt allgemeine Wahlaufrufe gestartet, damit sich bei ihren Mitgliedern und den sonstigen Migranten die Wahlbeteiligung signifikant erhöht. Die Wahlbeteiligung konnte jedoch nicht besonders gesteigert werden. Es wäre eine wichtige Aufgabe gewesen, die Ideologien und die bisherigen politischen Haltungen sowie die Wahlprogramme der Parteien in besonders relevanten Politikbereichen, die leicht miteinander verglichen werden können, für die Zielgruppe transparent zu machen. Dementsprechend dann dafür zu werben, warum es Sinn macht wählen zu gehen und dass die Bürger die Partei wählen, die ihren rechtlichen Belangen und ihren Werten gerecht wird. Gerne werden wir die Organisationen vor künftigen Wahlen bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen.

 

Nicht zu übersehen sein sollte ist, dass es ein Verdienst unserer Partei ist, dass nach über 50 Jahren in Deutschland vermehrt Politiker mit Einwanderungsgeschichte in den Bundestag einziehen und Migranten als Zielgruppe von der Politik zunehmend ernster genommen werden.

 

Gratulieren möchte ich in diesem Zusammenhang allen Volksvertretern zu Ihrer Wahl und wünsche Ihnen im Sinne aller Bürger eine erfolgreiche Arbeit im Bundestag. Dazu gehören selbstverständlich insbesondere auch die 35 Parlamentarier mit Einwanderungsgeschichte. Sie machen bei den 630 Sitzen im Parlament 5,6 Prozent der Abgeordneten aus. Während die Türkeistämmigen in Deutschland fast 4 Prozent der Bevölkerung ausmachen, liegt der Anteil der elf türkeistämmigen Abgeordneten im neuen Bundestag bei nur 1,75 Prozent. Auch wenn kein einziger der 35 Parlamentarier in den eigenen Reihen den Anteil der Menschen mit Einwanderungshintergrund von knapp 19 Prozent in der Bevölkerung annähernd abbilden kann, ist es doch eine Annäherung zum Sollzustand einer repräsentativen Teilhabe am Meinungsbildungsprozess.

 

Aufgrund der vielen negativen Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte mit den etablierten Parteien, ihrem Verständnis von Ethik und Werten sowie ihrer Rechts- oder Linksideologien, glauben wir an keine wesentlichen politischen Veränderungen in vielen Politikbereichen. Die neuen Parlamentarier werden die Ideologien und Ziele ihrer Parteien vertreten müssen.

 

Dennoch werden wir grundsätzlich als BIG Partei jeden Politiker unterstützen, der nicht spaltet und sich aufrichtig für die Belange der Bürger in Deutschland einsetzt.

 

Wir sind sicher, dass die Stimmen der Menschen mit und ohne Einwanderungshintergrund besser bei uns aufgehoben sind und wir die etablierten Parteien weiter zum Umdenken und Handeln im Sinne der Bürger bewegen. Dies haben unsere Wähler auch erkannt. Als BIG Partei verstehen wir uns als politische Stimme aller in Deutschland lebenden BürgerInnen, die rechtlich und sozial benachteiligt werden, unabhängig ihrer Herkunft. Daher haben wir bei den Wahlen im Rahmen unserer Möglichkeiten folgende Werte und Themen kommuniziert:

Verwirklichung von sozialer Gerechtigkeit und Chancengerechtigkeit in allen Lebensbereichen, der Erhalt und die Förderung von Vielfalt und unterschiedlichen Identitäten, der Erhalt und der Schutz von unterschiedlichen Werten, vor allem der Familie sowie der Abbau von Diskriminierung und Rassismus. Denn als BIG stehen wir für ein respektvolles Miteinander und eine verantwortete Freiheit, die die Rechte und die Würde des Anderen achtet.

 

Wir verstehen uns als eine Wertepartei, die nicht ideologisch -weder links noch rechts- besetzt ist, sondern geprägt ist von einem bürger- und lösungsorientierten, glaubwürdigen und nachhaltigen Politikansatz.

 

Eine gemeinsame Gesellschaft kann nur durch Teilhabe mitgestaltet werden.

Daher appellieren wir an alle BürgerInnen: Nehmen Sie am politischen Meinungsbildungsprozess teil, denn es geht um Ihre Rechte und Werte sowie die Zukunft Ihrer Kinder. Think BIG und mach mit!

 

Unser weiteres Wahlkampf-Resümee im Überblick:

 

Als BIG Partei waren wir „nur“ in, NRW, Baden-Württemberg und Berlin mit Kandidaten vertreten. In diesen drei Bundesländern haben wir mehr als 18.000 Personen, die deutsche Staatsbürger und älter als 18 Jahre alt sind zur Wahlurne bewegt. Wir vermuten, dass uns mehr als 30.000 Personen gewählt haben, da es bei dieser Wahl bundesweit ca. 587.000 ungültige Zweitstimmen gibt und wir aufgrund unserer Erfahrung vergangener 6 Landtagwahlen bisher überdurchschnittlich hohe ungültige Stimmen hatten.

 

In den drei Bundesländern, in denen wir angetreten sind, haben knapp 50% der Menschen einen Einwanderungshintergrund. Bundesweit hochgerechnet heißt das für uns, dass wir gegenwärtig, realistisch etwa 60.000 Stimmen erreichen können und somit unter den ersten 15 Parteien wären. Für eine junge Partei, die erst 3,5 Jahre alt ist, ist es ein gutes Ergebnis.

 

Trotz unseres sehr bescheidenen Wahlkampfbudgets haben wir die BIG Partei in die Köpfe und Herzen vieler Wähler mit und ohne Einwanderungshintergrund platziert und dadurch auch ein neues Bewusstsein für viele Bürger geschaffen, dass sie endlich „ihre“ Partei wählen können.

 

Bei dieser Bundestagswahl hatten 9 Prozent aller Wahlberechtigten in Deutschland Migrationshintergrund und somit war unter den 5,8 Mio. Wahlberechtigten aus Einwandererfamilien jeder Zehnte ein potenzieller Erstwähler: 534.000 Deutsche mit Migrationshintergrund haben seit der letzten Bundestagswahl ihr achtzehntes Lebensjahr vollendet. Die Zahl wird in den kommenden Jahren weiter steigen: 2018 werden die ersten Kinder volljährig, die aufgrund des neuen Staatsangehörigkeitsrechts automatisch deutsche Staatsbürger sind. Das bedeutet, dass schon bei den übernächsten Wahlen die Zahl der Erstwähler deutlich wächst. Die demographische Entwicklung deutet an, dass sich mittelfristig sich der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund weiter erhöhen wird. Aktuell haben in Deutschland rund ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren einen Migrationshintergrund. In Zahlen heißt dies, dass in 4 Jahren 1 Mio. Jugendliche, in 8 Jahren 2 Mio. und in 12 Jahren dann knapp 3 Mio. Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte zusätzlich zu den bestehenden potenziellen Wählern gehören werden.

 

Unterstreichen möchten wir, dass für uns das Ergebnis nicht allein ausschlaggebend ist, sondern es ist vielmehr der Prozess, den wir begonnen haben und den wir hoch motiviert erfolgreich fortführen werden. In den kommenden Jahren wird es für uns bergauf gehen. Die BIG ist aus der Parteienlandschaft nicht mehr wegzudenken. Durch mehr Basisarbeit, Gründung weiterer Landes- und Kreisverbände sowie intensiverer Öffentlichkeitsarbeit werden wir bei den künftigen Wahlen mit Sicherheit noch erfolgreicher sein. Unser Ziel ist es in 4 Jahren unter die ersten 7 Parteien und in 8 Jahren unter die ersten 5 Parteien zu kommen. Spätestens in 12 Jahren können wir potentieller Regierungspartner werden.

 

Um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen, bitten wir Sie um Ihre kontinuierliche Unterstützung mit Ihren Stimmen und mit Ihrer aktiven Mitarbeit.

 

Denn nur gemeinsam können wir Politik FAIRändern.

 

Haluk Yildiz

BIG Bundesvorsitzender

 

Pressekontakt
BIG Partei – Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit

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