Die BIG Partei Bayern stellt fest: „Die Grünen“ haben noch immer nichts in Sachen wahrer Völkerverständigung dazu gelernt.

In Pressemitteilungen von Şahin Salbars

Presseerklärung des Koordinationsrats der BIG Partei Bayern

Die BIG Partei Bayern stellt fest: „Die Grünen“ haben noch immer nichts in Sachen wahrer Völkerverständigung dazu gelernt.

Der Brief der Münchner Grünenstadtratsfraktion, welcher die Anerkennung der tragischen Ereignisse in Bezug auf Minderheiten im osmanischen Reich wie Armeniern oder Pontos-Griechen noch einmal als „Völkermord“ unterstreichen zu wollen, ist der beste Beweis hierfür. Dies ist unserer Auffassung nach kein Hilfsmittel zur Wiederversöhnung der betroffenen Volksgruppen sondern ein Weg der weiteren Spaltung und das Aufreißen längst vernarbter Wunden.

Die seit der umstrittenen „Völkermordresolution“ des Bundestags vom 02.06.2016 hat genau die Erkenntnisse gebracht und war ausschlaggebend dafür, dass sich viele türkischstämmige Bürger unseres Landes als Gebrandmarkte vorkommen.

Wer denkt, dass er Ausgleich schaffen kann, in dem er umstrittene Geschehnisse, die vor mehr als 100 Jahren in den Wirren eines brutalen Weltkrieges stattfanden als Tatsachenberichte zur Verurteilung eines ganzen Volkes herannimmt, irrt sich gewaltig.

Auch tut man sich keinen Gefallen, dem deutschen Volke hier eine weitere „Mitschuld“ anzulasten. Denn genau diese Schuldrhetorik ist es, die den Bürger der Mitte in die Hände der rechten Populisten treibt. Das bedeutet nicht, dass die BIG Partei sich gegen Erinnerung, Aufarbeitung und Versöhnung stellt. Sie stellt sich aber klar gegen den Unterton der Schuldzuweisung an das deutsche und das türkische Volk, ohne die Gräuel dieser Zeit als Ganzes zu sehen, wo jedes Volk viel Leid erdulden musste.

Es macht die Opfern beider Seiten, die in den kriegerischen Auseinandersetzungen dieser Zeit um das Leben kamen, weder lebendig noch hilft es den Nachkommen das geschehene Leid zu verzeihen. Und hiermit meinen wir das Leid, dass allen Volksgruppen angetan wurde, denn nahezu ALLE Volksgruppen des Osmanischen Reiches hatten durch gegenseitige feindliche Akte, die auch vor der Zivilbevölkerung keinen Halt machten große Verluste an Leben zu ertragen.

Es ist zwingend notwendig, dass die Nachkommen dieser Volksgruppen friedlich über das Geschehene diskutieren, um herauszufinden, wie man kriegerische Auseinandersetzungen zukünftig vermeiden kann. Doch noch wichtiger ist es, gemeinsam nach vorne zu schauen und nicht in der Vergangenheit zu verweilen zudem diese Art der „Aufarbeitung“ bei den 3,5 Millionen Bürgern türkischer Abstammung in unserem Land eher ein Gefühl der Befremdung als das der Versöhnung hervorruft.

Wir rufen daher den Münchener Oberbürgermeister Herrn Dieter Reiter, an den in erster Linie der Brief gerichtet ist, sowie die dort erwähnten Bundesorgane dazu auf, die historisch nicht belegte und daher umstrittene Bezeichnung „Völkermord“ in Bezug auf Gedenkveranstaltungen zu den Weltkriegsopfern im osmanischen Reich nicht zu benutzen. Auch sollte ALLER Opfer dieser Kriegswirren gedacht werden, den Deutschen, Armeniern, Türken, Griechen, Arabern…!

Jedes Nachkommen des Aufrufs der Grünenfraktion wird zu mehr Spaltung und Misstrauen in unserer Gesellschaft und unter den Menschen führen sowie das vielseitige „Mosaik Deutschland“ weiter beschädigen und auseinander driften lassen.

BIG Partei Bayern